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Technische Analyse zu Platin: Rezession dürfte Platinpreis belasten

COT-Daten für Platin vom 21. März

Der Platinpreis stieg zur Vorwoche um 34 $, wofür die Spekulanten mit 2,5 Tsd. Kontrakten Long gingen. Das zeigt insgesamt eine neutrale Wochenentwicklung. Der COT-Index fiel dabei von 45 auf 40 Punkte, und auch der COT-Index zum Open Interest adjustiert sank leicht, von 43 auf 38 Punkte.

Interessant ist der Vergleich zum Vormonat, denn hier zeigt sich eine leichte Stärke, was ein wenig überrascht. Insgesamt befinden sich die Terminmarktdaten weiterhin im neutralen Bereich und bieten aktuell weder eine gute Long- noch eine gute Short-Chance.

Kurzfristige Technische Analyse

In den vergangenen Wochen hat sich das Bild am Platinmarkt kaum gewandelt. Während der Goldpreis zuletzt wieder zulegen konnte und sogar die Marke von 3.000 US-Dollar übersprang, verharrte Platin weiterhin auf seinem bisherigen Niveau. Interessanterweise hat Platin im vergangenen Jahr nicht von der Aufwärtsbewegung des Goldes profitiert. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es im Zuge einer möglichen Goldpreiskorrektur, besonders in einem deflationären Rezessionsszenario, mit nach unten gezogen wird.

Seit über einem Jahr bewegt sich der Platinpreis innerhalb einer äußerst engen Spanne von rund 150 US-Dollar. Diese Seitwärtsphase hat Tradern nur sehr begrenzt Gelegenheiten geboten. Wie der folgende Chart zeigt, gab es in den Jahren zuvor gute Signale im Swing-Trading, sowohl auf steigende als auch auf fallende Preise. Seit dem Beginn des Goldrallye vor mehr als einem Jahr sind solche Setups jedoch Mangelware. Lediglich Daytrader konnten vereinzelt von kurzfristigen Bewegungen profitieren. Ohne einen klaren Marktvorteil (Edge), steht man auf mittelfristige Sicht besser an der Seitenlinie und wartet ab. Im Daytrading habe ich im vergangenen Jahr regelmäßig geraten, die Hochpunkte im Platinmarkt für Short-Trades zu nutzen, doch ein gutes Setup für mittelfristige Trades gab es bislang nicht.

Der Preis bleibt weiterhin zwischen einem Aufwärtstrend bei 900 US-Dollar und einem Abwärtstrend bei etwa 1.050 US-Dollar eingekeilt. Eine schon lange erwartete wirtschaftliche Abschwächung – inzwischen auch vermehrt Thema in den Medien – könnte den Platinpreis massiv belasten. Andererseits könnten geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken einen Ausbruch über die aktuelle Spanne hinaus forcieren.

Erst bei einem spekulativ getriebenen weiteren Anstieg könnte sich eine Short-Chance bieten – oder alternativ eine Long-Chance bei einem deutlichen Einbruch. Aber im aktuellen Umfeld lohnt es sich nicht, die enge Handelsspanne aktiv zu traden, da die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Trade gering ist. Man sollte geduldig bleiben und auf einen klaren Edge im Markt warten.

Langfristige Einschätzung

Platin könnte langfristig im Bereich zwischen 800 und 500 US-Dollar eine stabile Unterstützungszone finden. Für Anleger mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont bieten Rücksetzer in diese Region attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Historische Daten zeigen, dass Rezessionen häufig mit abrupten, kurzfristigen Rückgängen der Platin- und Palladiumpreise einhergehen. Sollte der Preis in einer Rezession auf 600 US-Dollar fallen, wäre dies eine sehr gute Gelegenheit für antizyklische Käufe.

Ein möglicher Katalysator für steigende Platinpreise wäre eine deutliche Angebotsverknappung – etwa durch eine Energiekrise in Südafrika, die sich durch politische Unsicherheiten in dem zunehmend instabilen Land weiter zuspitzen könnte. Solche Entwicklungen sind jedoch schwer vorherzusehen, während das Risiko einer globalen Rezession derzeit deutlich greifbarer erscheint.

Sollten die Notenbanken im Zuge einer Rezession oder externer Schocks geldpolitische Lockerungen wie neue QE-Programme beschließen, könnten daraus klare Aufwärtschancen für Platin entstehen. Der optimale Zeitpunkt für ein Engagement auf steigende Preise wäre jedoch erst dann erreicht, wenn solche Maßnahmen tatsächlich angekündigt werden. Bis dahin ist Vorsicht geboten, da eine bevorstehende Rezession den Platinpreis weiter unter Druck setzen könnte.